Generalmusikdirektor Christoph-Mathias Mueller

Seit 2005 ist der Schweizer Christoph-Mathias Mueller Chefdirigent des Göttinger Symphonie Orchesters, das er seither zu einem herausragenden Klangkörper im nord- und mitteldeutschen Raum entwickelt hat. Mitreißende Energie, künstlerische Authentizität und ein hoher intellektueller Anspruch markieren seinen Stil. So zählt ihn die internationale Presse „...ohne Zweifel ... zu den begabtesten und interessantesten Dirigenten seiner Generation“ (Gazeta Kultura Moskau) und attestiert ihm „Leidenschaftlichkeit“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) ebenso wie eine bezwingende Präzision, mit der es ihm gelingt, Musikern wie Publikum Werke diesseits wie jenseits des Mainstreams zu erschließen. Mit zahlreichen Künstlern von Weltrang wie Frank Peter Zimmermann, Simone Kermes oder Reinhold Friedrich verbindet ihn eine langjährige intensive Zusammenarbeit.

Der internationale Durchbruch gelang dem 1967 in Peru geborenen Schweizer im Jahr 2000 mit dem Gewinn des internationalen Dirigierwettbewerbs in Cadaqués/Spanien. Zuvor hatte Mueller das Konzertdiplom im Fach Violine an der Musikhochschule Basel und den Master of Music an der University of Cincinnati erworben. Als Conducting Fellow vervollkommnete er 1995 seine Studien in Tanglewood, Massachusetts. Hier arbeitete er mit Seiji Ozawa, Robert Spano und Leon Fleisher zusammen. 2001-2005 verpflichtete ihn Claudio Abbado (†) als Assistenz-Dirigenten für das Gustav Mahler Jugendorchester, das er auch bei den Luzerner Osterfestspielen und vor dem Olympischen Komitee in Lausanne dirigierte, sowie in den Jahren 2003-2005 als seinen „Assistant Conductor“ beim Lucerne Festival Orchestra.

Während der Saison 2004/2005 hatte Mueller die künstlerische Leitung des Cairo Symphony Orchestra inne. Sein Debut in Moskau erfolgte mit dem Russian National Orchestra, weitere Gastspiele führten ihn auf die Podien der Tschechischen Philharmonie, des Orchestre National de Lyon, des Orchestre Philharmonique du Luxembourg, des Orchestre de Chambre de Lausanne, des Tonhalle-Orchesters Zürich, des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin, der Staatskapelle Weimar, der Bremer Philharmoniker, des Orchesters des Hessischen Rundfunks/Frankfurt, des SWR-Sinfonieorchesters, des BBC National Orchestra of Wales, des Scottish Chamber Orchestra, des Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker und des Ensemble Modern. Hinzu kommen Dirigate im Wiener Musikverein, in der Tonhalle Düsseldorf, der Kölner Philharmonie sowie in Stavanger, Tokyo und Seoul.

Mueller gastiert regelmäßig auf den großen Podien weltweit. Für besonderes Aufsehen sorgte 2010 sein Debut am Bolshoi Theater Moskau, wo er die Neuinszenierung der „Fledermaus“ leitete und in der Saison 2012/2013 den „Rosenkavalier“ dirigierte. Auftritte mit dem Norwegian Radio Orchestra Oslo, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und dem Buffalo Philharmonic Orchestra sowie in Basel, wo Mueller auf persönlichen Wunsch des Schweizer Komponisten Rudolf Kelterborn dessen 5. Symphonie uraufführte, waren weitere Höhepunkte. Zuletzt erhielt die Uraufführung im originalen Werkkontext zweier teils rekonstruierter Opern von Debussy kürzlich ein großes Medienecho und wurde vom DeutschlandRadio übertragen.

Demnächst wird Christoph-Mathias Mueller u.a. bei den Düsseldorfer Symphonikern zu Gast sein und mit Solisten wie Kirill Gerstein, Igor Levit, Tai Murray, Maurice Steger, Frank Peter Zimmermann, Cédric Pescia und Dimitri Ashkenazy zusammenarbeiten.

Die CD-Einspielungen unter Leitung von Christoph-Mathias Mueller spiegeln die Breite seines künstlerischen Schaffens wider. Die Aufnahme des 2. Konzerts für Kontrabass von Bottesini und anderer Werke mit dem Orchestra della Svizzera Italiana (Solist: Enrico Fagone) wurde vom Magazin „Musica e Dischi“ zur „CD des Monats April 2011“ gekürt. Im selben Jahr folgte die international viel beachtete Einspielung des kompletten Werks für Violine und Orchester von Reger mit dem Göttinger Symphonie Orchester (Solist: Kolja Lessing). Im Oktober 2012 erschien die CD „Russian Trumpet Concertos“ mit Reinhold Friedrich und dem Göttinger Symphonie Orchester (MDG, ECHO Klassik 2013), einen Monat später wurde die Aufnahme von Orchesterwerken des britischen Komponisten Kenneth Hesketh mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra abgeschlossen (NMC Records). Kürzlich erschienen eine Gesamtaufnahme von Beethovens „Egmont“ (op. 84) mit Christian Quadflieg (Rezitation), Simone Kermes (Sopran) und dem Göttinger Symphonie Orchester (Sony Classical), eine CD mit den Violinkonzerten von Mendelssohn Bartholdy und Schumann (Solistin: Rachel Barton Pine) (Cedille), sowie eine Aufnahme von Bravourarien aus drei Jahrhunderten mit Simone Kermes (Sopran) und dem Concerto Köln unter dem Titel „Bel Canto“ (Sony International).

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