Fr., 11. Feb. | Aula am Wilhelmsplatz Göttingen

AULA KLASSIK 2 (2)

Bizet hat auch eine Symphonie geschrieben? Und man denkt, der konnte nur Oper ... Nein, es gibt sie - die eine Symphonie von George Bizet. Und sie wird bei uns zu hören sein. Mit Haydn, Satie und Glanville-Hicks bildet dann Fauré den perfekten Mix!

Zeit & Ort

11. Feb. 2022, 19:45
Aula am Wilhelmsplatz Göttingen, Aula am Wilhelmsplatz, Wilhelmspl. 1, 37073 Göttingen, Deutschland

Über die Veranstaltung

Gabriel Fauré: Pavane op. 50 

Eric Satie: Gymnopédies Nr. 1 und 3 (orch. Claude Debussy) 

Joseph Haydn: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur Hob. VIIb: 1 

Peggy Glanville-Hicks: Gymnopédies Nr. 1 und 3 für Orchester 

Georges Bizet: Symphonie C-Dur 

Dirigent/Cello: Wolfgang Emmanuel Schmidt

Da staunt der Laie und gibt sich der Kenner gelassen: Bizet hat nicht nur Carmen geschrieben?!? Genau! Er hat auch Symphonien geschrieben. Naja, zumindest eine – und die wurde erst 1935 uraufgeführt. Denn Bizet selbst bekannte: „Ich brauche die Bühne, ohne sie kann ich überhaupt nichts“ und ließ kurzerhand seine erste Symphonie in C-Dur bis an sein Lebensende in der Schublade verschwinden. Sie werden hören, wie gut es ist, dass er sie nicht konsequent vernichtet hat. Der Begriff „Gymnopaedie“ klingt zunächst nach einer Facharztrichtung, leitet sich etymologisch aber von den altgriechischen Worten gymnos = „nackt“ und pais = „Junge“ ab. Sie war ein jährliches Fest im antiken Sparta, auf dem nackte männliche Jugendliche ihre athletischen Körper und kriegerischen Fähigkeiten in Tänzen und sportlichen Wettbewerben zur Schau stellten. Im Verlauf der Zeit ging die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs verloren und bezeichnete in den ersten Jahrhunderten n. Chr. nur noch einen Tanz. Mit seiner Gymnopédie Nr. 1 schuf Erik Satie wohl eines der bis heute meistgepieltesten und bekanntesten Klavier-Melodien unserer Zeit.

Diese Veranstaltung teilen