Fr., 26. Nov. | LOKHALLE Göttingen, Halle 3

LOKHALLE KLASSIK 2

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte ... Die Ungerechtigkeit, dass Svendsen bis heute eher unbekannt und Grieg stets im Vordergrund steht, ist etwas gemein. Das stört aber Dvořák wenig. Der kommt mit seiner 7. Symphonie völlig unverfroren um die Ecke - und vergessen ist jede Rivalität!

Zeit & Ort

26. Nov., 19:45
LOKHALLE Göttingen, Halle 3, Bahnhofsallee 1, 37081 Göttingen, Deutschland

Über die Veranstaltung

Johan Svendsen: Norwegischer Künstlerkarneval, op. 14 

Edvard Grieg: Klavierkonzert a-Moll op. 16 

Antonín Dvořák: Symphonie Nr. 7 d-Moll op. 70 

Dirigent: Nicholas Milton

Klavier: Elisabeth Brauß

Musikgeschichte ist manchmal so ungerecht. Johan Severin Svendsen und Edvard Grieg waren gleichermaßen DIE herausragenden Figuren in der skandinavischen Musik während der hochromantischen Ära – so wie wir im Übrigen ja DAS Symphonieorchester Niedersachsens sind. Doch während Grieg ein zurückgezogenes Leben in seiner norwegischen Heimat führte, kleinere Musikformen wie hochpoetische Salonmusik vor allem für Klavier schuf und sich somit in der breiten Fläche und daheim in jedermanns Wohnzimmer einen Namen machte, prägte Svendsen seinerzeit das internationale Konzertgeschehen im großen Stil und wurde zum führenden skandinavischen Dirigenten seiner Zeit. Als Freund Wagners, der ihn persönlich einlud, im Orchester bei der Grundsteinlegung des Bayreuther Festspielhauses (1872) zu spielen, ließ sich Svendsen schließlich in Kopenhagen nieder, wo er von 1883 bis zu seiner Pensionierung 1908 die Königliche Oper leitete. Und während man sich als Konzertbesucher trotz zuvor gegebener Erklärung noch Gedanken macht, warum man also eigentlich Grieg viel besser kennt als Svendsen, kommt Dvořák mit seiner 7. Symphonie um die Ecke. BAM!

Diese Veranstaltung teilen